Dreharbeiten zu "Die Kollwitz und ihre Kinder" 1971 (© Christa Mühl)
Dreharbeiten zu "Die Kollwitz und ihre Kinder" 1971 (© Christa Mühl)

Kiez als Kulisse: Prenzlauerberginale #5

!!! 14. März 2020: Berliner Senat ordnet eine Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 50 Menschen an !!!

Die 70. Berlinale unter neuer Doppelspitze Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek ist bereits auch schon wieder Geschichte. Aber nun sendet die Prenzlauerberginale ihren Lockruf in die Stadt.

Hier steht an vier Dienstagabenden der Kiez im Fokus. Präsentiert werden Kinolieblinge und DEFA-Klassiker, Dokumentationen, Archivstreifen und Filmschnipsel. Es gibt Altbewärtes und Neuentdeckungen, private Nahaufnahmen und seltene Einblicke, gesellschaft­liche Analysen und persönliche Bekenntnisse. Und wie auch schon in den letzten Ausgaben der vergangenen Jahre treffen nach der Bewegtbildpräsentation Filmschaffende auf Zeitzeugen zum Publikumsgespräch. Schirmherr des Minifestivals ist wieder unser Ex-Bundestags-Präsident Wolfgang Thierse, der sich im Prenzlauer Berg bestens auskennt, denn er wohnt selber hier.

Den Auftakt bildet das Screening von Netto, Robert Thalheims Abschlussarbeit an der HFF Potsdam. Und falls Du Dich noch erinnern kannst, der Film gewann 2005 auch einen Preis für junges Deutsches Kino auf der Berlinale. Die einfühlsame Vater-Sohn-Geschichte gibt mit einer goßen Portion Witz viel über unser Land preis. Der Knaller: Hauptdarsteller Milan Peschel wird den Abend mit seiner Präsenz versüßen.

Am zweiten Festivaltag (17. März) wartet ein veritables Überraschungsfilmpaket in größtenteils Schwarz-Weiß auf Dich: Filme der Staatlichen Filmdokumentation (SFD) über das daily life in der DDR, von der Parteiführung in Auftrag gegeben, sollten von den Anfängen des Sozialismus berichten. Die Prenzlauerberginale zeigt daraus Ausschnitte auf großer Leinwand und stellt sie Filmschnipseln aus Ost und West gegenüber. Anhand von Super-8-Filmeaufnahmen kriegst Du also einen präzisen Einblick in den Alltag in Prenzlauer Berg [Ost-Berlin]“.

Weiter geht es mit Bürgschaft für ein Jahrvon Herrmann Zschoche. Der blutjungen Katrin Sass droht in dem DEFA-Klassiker der Verlust des Sorgerechts für ihre Kinder. Die gebürtige Schwerinerin, die übrigens auch wunderbar Chansons intoniert, konnte 1982 einen Silbernen Bären für ihre überzeugende Mutterrolle einheimsen.

Filmstill: Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann (© DEFA-Stiftung/Heiko Koinz)
Filmstill: Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann (© DEFA-Stiftung/Heiko Koinz)

Den Helke Misselwitz-Dokfilm Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann kannst Du last but not least am letzten Märzdienstag erleben. Der sehr genau beobachtete 52-Minüter lief auch im Rahmen der Retrospektive auf den Filmfestspielen im vergangenen Jahr. Die Hauptakteurin hier ist eine private Kohlenhandlung im Prenzlauer Berg, geführt von einer toughen Chefin mit Witz und Verstand. Nach der Sozialsstudie stellt sich Regisseurin Misselwitz den Fragen des Publikums.

WANN?
Dienstag, 10. bis 31. März, jeweils 19.30 Uhr

FILME:
10.3.: „Netto“
17.3.: „Alltag in Prenzlauer Berg“
24.3.: „Bürgschaft für ein Jahr“
31.3.: „Wer fürchtet sich vorm Schwarzen Mann“ –

Für den Film am letzten PrenzlauerBerginale-Dienstag verlose ich 2×2 Freikarten!
Hinterlass einen Kommentar, wenn Du dabei sein willst.

WO?
Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30
Berlin-Mitte

EINTRITT?
10 Euro

ÜBERBLICK
über das Komplettprogramm





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