Nobert Bisky
Norbert Bisky - Aquageddon von 2007 (©AS/ Bernd Borchardt/ VG Bildkunst, KÖNIG GALERIE)

Künstlergespräch mit Bisky

Die Matthäus-Kirche hat einen der renommiertesten Künstler des Landes zu Gast: Norbert Bisky. Er gilt als wichtiger zeitgenössischer Kunstschaffender und Vertreter der gegenständlichen Malerei und war Meisterschüler von Georg Baselitz.

Besonders auffallend sind seine großformatigen Werke und die Schönheit der glücklichen und vor Kraft strotzenden Männer, die darauf zu sehen sind. Die Farben knallen. Auch die Natur wählte er oft als zentrales Motiv. In seinen Bildern verarbeitet er Elemente des sozialistische Realismus und der russischen Malerei, weil er damit aufgewachsen ist.

Derzeit ist er mit zwei Ausstellungen präsent. Eine – mit dem Titel ‚Pompa‘ (lat. Geleit/Leitung) in eben jener Kirche bzw. an ihrer Decke, wo sich junge Männer wie aus Reise-oder Werbeprospekten anhimmeln lassen können. Nummer zwei nennt sich ‚Rant‘ und hält frühe und aktuelle Werke sowie installativ Objekte, die einen atmosphärischen Eindruck vom Alltagsleben in der DDR vermitteln, in Potsdam in der Villa Schöningen bereit.

Bisky sei der Meinung, dass das Leben in der DDR einer großen Sekte glich. Auch glaube er, dass er ohne den Mauerfall nicht unbedingt Künstler geworden wäre. Diese Gedanken werden nun aufgegriffen, und der in Leipzig geborene, demnächst 50-jährige blick zurück auf das Ende des untergegangenen Staates und das Chaos der Nachwendezeit.

Du kannst dabei sein, wenn Journalistin Ingeborg Ruthe, bestens aus dem Feuilleton der Berliner Zeitung bekannt, den Sohn des Politikers Lothar und Bruder des Schriftsteller Jens Bisky auf den Zahn fühlt und über seine Jugend, seine Sozialisierung im Osten und Erfahrungen mit einem totalitären Staat spricht.

WANN?

Donnerstag, 23.1.20, 19 Uhr

WO?
St. Matthäus-Kirche
Matthäikirchplatz, am Kulturforum
Berlin-Mitte

FÜR?
freien Eintritt

LAUFENDE AUSSTELLUNGEN
Pompa bis 16.2.20
Rant bis 23.2.2020

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