Álvaro Siza – Zeichnen von Hand

Zeichnen von Hand galt als grundlegende Philosophie der „Schule von Porto“. Ihr vom Bauhaus geprägter Direktor war niemand geringerer als Álvaro Siza, der mit zu den bedeutdendsten zeitgenössischen Architekten gehört. An der portugiesischen Hochschule lernte er auch seine Frau Maria – die Liebes seines Lebens – kennen.

Maria und Alvaro Siza (Foto AS/Tschoban Foudation)
Maria und Alvaro Siza (Foto AS/Tschoban Foudation)

Beide geben sich ihr Ja-Wort am Ort seines ersten öffentlichen Projektes. Auch Maria zeichnete fieberhaft, stets und ständig. Ihre Leidenschaft war ansteckend. Leider war ihnen kein langes gemeinsames Leben vergönnt, und so verlor Siza die Angebetete bereits im Alter von 32 Jahren. Zwei Kinder, Alvaro jr. und Joana, gingen aus der Ehe hervor.

Siza verarbeitete den Tod seiner Frau durch uneremüdliches Schaffen. Seine Traurigkeit verwandelt sich in Schönheit., Kreativität und das Meistern von Herrausforderungen.

Die sehr persönliche Schau versammelt unter dem Titel Ungesehenes & Unbekanntes nun Zeichnungen der ganzen Familie. Diese sind erstmalig in Berlin ausgestellt. Neben Álvaros und Maria Werken sind auch Arbeiten von Sohn und Enkel zu bestaunen.

Zeichnung von Maria Antónia Siza (Foto AS, Tchoban-Foundation)
Zeichnung von Maria Antónia Siza (Foto AS, Tchoban-Foundation)

Im Gegensatz zur Monumentalität Sizas gebauter Projekte wirken seine Zeichnungen romantisch, zärtlich. Sein Sohn, der ebenfalls den Vornamen Álvaro trägt, wagt sich einen Schritt weiter und bringt eine erotische Note mit ins Spiel.

Zeichnung von Álvaro Leite Siza (Foto AS, Tchoban-Foundation)
Zeichnung von Álvaro Leite Siza (Foto AS, Tchoban-Foundation)

 

Álvaro Siza verkörpert nun das gemeinsame Erbe dreier Generationen: Maria Antonia Siza – Ehefrau und Künstlerin, Álvaro Leite Siza – Sohn und Achitekt, Henrique Siza – Enkel und Architekturstudent.
Abgerundet wird Ausstellung wird durch die Präsentation der Dokumentation von solo:film „Having a cigarette with Álvaro Siza“ in der zweiten Etage des Museums. Hier finden ungefähr drei Leute Platz,
die im Anschluss noch den Blick druch die große Glasscheibe über den Prenzlauer Berg schweifen lassen können.

MUSEUM
Tchoban Foundation
Christinenstraße 18a
Mitte/Prenzlauer Berg (hinterm Pfefferberg)

ÖFFNUNGSZETEN
Mo-Fr 14-19 Uhr
Sa+So 13-17 Uhr

AUSSTELLUNGSDAUER
bis 26. Mai 2019

EINTRITT
5,-/erm. 3,- €

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