Filmstill aus "Die Sonneninsel" (©ARD.de)

Architektur im Film: Die Sonneninsel

Die Zwanziger Jahre hattes es ja bekanntlich in sich. Auch Lieselotte Elsaesser ist hin- und hergerissen und steht zwischen zwei Männern: Martin Elsaesser – ihrem Ehemann und Leberecht Migge – ihrem Liebhaber. Beide Männer sind Architekten.

Thomas Elsaesser, Filmwissenschaftler und Enkel des Architekten Martin Elsaesser, ergündet in seiner Doku“Die Sonneninsel“ die Historie seiner Famlie, die auch eine Liebesgeschichte ist. Durch den Einsatz privater Filmaufnahmen und Dokumenten aus dem Familienarchiv lässt sich das Geschehen gut nachspüren.

Der Regisseur verknüpft in seinem Werk die Beziehung seiner Großeltern und dem Landschaftsarchitekten Migge mit der Gegenübstellung zweier völlig gegensätzlichen Auffassungen von Architektur: das dem kapitalistischen Wachstumsdenken verpflichtete Konzept Martin Elsaessers und den ersten Ideen der grünen Bewegung Leberecht Migges, der eine dem Gemeinwohl dienende Stadtplanung verfolgt.

Von 1925 bis 1935 prägte Martin Elsaesser als Stadtbaudirektor das Bild der Finanzmetropole Frankfurt. Leberecht Migges‘ Interesse hingegen galt hauptsächlich der Garten- und Landschaftsarchitektur.

Das Porträt über das Leben und Lieben dreier Protagonisten des Neuen Bauens in Frankfurt am Main und Berlin im Umfeld des Bauhauses wird anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der großen Schule nochmal auf der Kinoleinwand gezeigt.

Im Anschluss an das Screening findet ein Gespräch mit dem Regisseur und dem Architekten Olaf Bartels statt.

WANN?
Mittwoch, 23.10.19, 18.30 Uhr

WO?
Kino Hackesche Höfe, Rosenthaler Str. 40/41
Berlin Mitte

EINTRITT?
frei, Anmeldung bei der Architektenkammer erbeten!

Dokumentarfilm von Thomas Elsaesser, Deutschland 2015, 90 Minuten

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