Akademie der Künste am Pariser Platz (Foto Anne Schüchner)

Snailmail mit Beckett

Samuel Beckett ist den meisten Literaturfans unter Euch sicherlich durch sein „Warten auf Godot“ bekannt. James Knowlson war einer der Männer, die sich mit der Biographie des Iren beschäftigte. Der 1906 geborene Autor wurde im Alter von 63 Jahren mit dem Nobelpreis ausgezeichnet und hat sich durchaus als Jahrhundertdichter ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Beckett mochte journalistische Ergüsse über seine Person so gar nicht. Vielleicht hat sich auch deshalb ein konsequenter Personenkult um ihn aufgebaut. Fern von Vermarktung griff Beckett nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder ins kulturelle Geschehen ein, vor allem, wenn es um seine Theaterarbeit ging.

Dass Beckett auch ein eifriger Briefeschreiber war,  ist vielleicht noch nicht jedem bekannt. Der Suhrkamp-Verlag hingegen sprang gleich in die Bresche und hat vier Bände aus seiner Korrespondenz verlegt. Im letzten Teil
werden die Jahre von 1966–1989 beleuchtet. In diesen zwei Dekaden erhielt Beckett den Nobelpreis, verließ Frankreich und geht nach Tunesien. Außerdem inszeniert eigene Stücke in Paris, London, Berlin und zieht sich mehr und mehr aus dem Kulturbetrieb zurück, bis er im Dezember 1989 stirbt.

Unter dem Topic Samuel Beckett – Der Briefeschreiber präsentiert Schauspieler Ulrich Matthes Auzüge ebenjener Niederschriften, Neudeutsch snailmail genannt. Daniel Medin spricht mit Herausgeber Dan Gunn,  Übersetzer Chris Hirte und Autor György Dragomán über Briefeschreiber Beckett.

WANN?
Donnerstag, 21.2.19, 19 Uhr
WO?
Akademie der Künste, Plenarsaal
Pariser Platz am Brandenburger Tor
Berlin-Mitte
FÜR
6,-/erm. 4,- Euro

 

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