Ausschnitt aus Das Kongo Tribunal

Das Kongo-Tribunal

Seit 20 Jahren herrscht im Kongo, einem der ärmsten Länder der Welt, Bürgerkrieg. Denn es verfügt über extrem reiche Bodenschätze, die das Land so lukrativ machen. Multinationale Konzerne wollen sich hier den Zugriff auf die Minen sichern und tun alles, um die Bürger zu vertreiben. Die Gier nach Coltan und Kupfer verleiten zu tausenden ungestraften Massenverbrechen.

Die Verkettung von postkolonialistischen und Strukturen, in denen sich nicht um die Armen und Benachteiligte im Land gekümmert wird, aufzuzeigen, hat sich der Schweizer Theater- und Dokumentarfilregisseur Milo Rau auf die Fahnen geschrieben. Er disponiert in Berlin und Bukavu ein fiktionales Tribunal. Im Zeugenstand treffen reale Personen aufeinander: Bauern, die zwangsumgesiedelt wurden, Menschenrechtsanwälte, Manager, Regierungsvertreter, Experten.

Rau will mit seinem Film aufklären und die Menschen wachrütteln, damit sie, wenn die Regierung versagt, selbst gegen Ungerechtigkeiten vorgehen, sich zusammenschließen, etwas unternehmen. Denn: nur mit mutigen Akteuren kann die Welt besser gemacht werden und die Hoffnung darauf darf nie verloren werden.

Im Anschluss an die Vorführung „Das Kongo Tribunal“ gibt es eine Diskussion mit Regisseur Milo Rau und Kulturtheorektiker Klaus Theweleit.

Screening
Fr, 9.3., 19 Uhr

Location
Akademie der Künste – Studio
Hanseatenweg 10
Tiergarten

Eintritt
6, erm. 4 €

Tickets
ticket@adk.de

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