Logo 71. Berlinale Summer Special June 2021 (©Berlinale)

Berlinale Sommeredition

Bleibt zu hoffen, dass der Wettergott uns gut gesonnen ist, wenn die Internationalen Filmfestspiele im Juni open air
gehen. Unter dem Motto „Die Berlinale kommt auf den Dorfplatz“ hast Du Gelegenheit, an über zwanzig Spielorten Deinen zuvor auserkorenen Film aus dem Liegestuhl zu verfolgen.

Den Auftakt macht Der Mauretanier des schottischen Regisseur Kevin Macdonald. Basis für den Politthriller lieferte ein dunkles Kapitel der Geschichte der US-Justiz, das sich auf das 2015 erschienene „Guantánamo-Tagebuch“ stützt -von Slahi in Gefangenschaft aufgeschrieben und zum Bestseller avanciert. Die spannenden, gut zwei Stunden kannst
Du am 9. Juni im historischen Ambiente der Museumsinsel genießen, so Du an Tickets gelangst. Der Vorverkauf startet am 3. Juni.

Mit dem Summer Special soll die Lust auf Kino neu erweckt und das Publikum wieder zu kulturellen Aktivitäten aufgerufen werden. Das dürfte keine Schwierigkeit darstellen, freuen sich die meisten Leute doch extrem aufs Ausgehen und Kulturgenuss nach der langen Covid-Dürre-Periode.

Das Programm ist wie immer weit gefächert. Aus der Sektion Wettbewerb wird beispielsweise der französische Film Albatros von von Xavier Beauvois gezeigt, in dem Laurent seiner Freundin Marie nach zehn Jahren einen Heiratsantrag macht. Auch spannend gestaltet sich garantiert The Beta Test von Jim Cummings und PJ McCabe – ein Polit-Horrorfilm am Rande des Nervenzusammenbruchs. Agent Jordan Hines steht in Hollywood unter Druck, per anonymem Brief wird er zum sexuellen Stelldichein gebeten. Na, wer da wohl Pate stand?
Außerdem dabei: die Vorführung des prämierten Films des Berlinale Dokumentarfilmpreises. Überraschung!
Wer sich einen deutschen Beitrag anschauen will, ist mit Blutsauger gut beraten. Hier werden1928 an der Ostsee tote Arbeiter und Bauern mit mysteriösen Vampirbissmalen aufgefunden. Die kanadisch-irische Produktion French Exit zeigt das Leben einer verwitwete Salonlöwin aus Manhattan, die feststellen muss, dass sie sich durch ihr ausschweifendes Luxusleben an den Rand des Bankrotts katapultiert hat. Wer könnte das besser verkörpern als die wunderbare Michelle Pfeiffer.
Die LGBT Community wird mit Glück angesprochen. Ein kämpferischer Liebesfilm über Anziehung, Ängste und Selbstbestimmung.
Und auch Klassiker flimmern über die Leinwand. Wie die Komödie um eine Varietékünstlerin, die sich einen wohlhabenden Mann aus der New Yorker High Society angelt. Wer war’s? Richtig:  Mae West in I’m no Angel aus dem Jahre 1933.

Das komplette Programm kannst Du auf den Berlinaleseiten durchforsten. Viel Vergnügen dabei, und dann heißt es, Daumen gedrückt für den Run auf die Tickets. Sie kosten zwischen 10 und 15 Euro.

Berlinale Summer Special
vom Mi, 9. – So, 20. Juni 2021

Spielorte
fast in jedem Bezirk, an 16 Stätten, u.a. :
Freiluftkinos Friedrichshain, Museumsinsel, Pompeji
Open Air Kino HKW; ARTE Sommerkino Kulturforum und erstmalig dabei: das denkmalgeschütze Studentendorf in Schlachtensee – Frischluftkino@Studentendorf


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