Raquel Nava: Bread and Nails (©Entretempo Kitchen Gallery)

Food Art Week von Freitag bis Freitag

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Neulich konnten wir uns bei der Foodweek für zwanzig Euro durch diverse Dreigängemenüs futtern.

Jetzt gibt es die Berlin Food Art Week, die Kunst und Essen verbindet und einen tieferen Anspruch hegt. Hierbei wird eine weites Feld von moderner und zeitgenössicher Kunst in Kombination mit Lebensmitteln präsentiert. In den Fokus rücken politische und ethische Themen wie Bevölkerungswachstum, Welthunger, Klimawandel und Nahrungsmittelverschwendung. Die daraus resulierenden Emotionen, Ängste und Sorgen werden in der Kunst aufgegriffen.

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Ideengeberin Taina Guedes, (©Entretempo Kitchen Gallery)

Die Idee zur Food Art Week stammt von Tainá Furuse Abigalil, die in einer Künstlerfamilie in Brasilien aufwuchs. Ihre Eltern kommen aus Japan. Sie selbst ist diplomierte Köchin, wodurch sich ihr Interesse für Essen als Kunst-Thema manifestierte. Denn sie versteht sich auch als Künstlerin und lieferte mit einer Baumwurzel-Installation, an der Bananen hängen, eine Referenz an ihr Heimatland.

 

Bananeninstallation von Taina Guedes,  (©AS)
Bananeninstallation von Taina Guedes, (©AS)

Dass die foodart-Bewegung stetig wächst, greift die 37-Jährige in ihrem Konzept auf. Und befindet, die Zeit sei nun reif für eine neue, noch nie dagewesene Idee. Sie will den Begriff „foodart“, dem bisher noch keine feste Definiton inne wohnt, mit Leben füllen. Hierbei werden die zwei Ebenen, Kunst aus Lebensmitteln und Essen als Thema der Kunst, betrachtet.

Sarah Illenberger: Edelbrezen (©Entretempo Kitchen Gallery)
Sarah Illenberger: Edelbrezen (©Entretempo Kitchen Gallery)

In mehr als 30 Locations finden Performances, Lesungen, Kochevents statt. Auch kann man workshoppen, mitköcheln oder diskutieren.

Am Freitag, 19. Juni gab es ab 11 Uhr eine Eröffnungsperformance in der ENTRETEMPO Kitchen Gallery, Senefelderstraße 29.

Gleichzeitig wird das einjährige Jubiläum der Galerie gefeiert, die  genau am 19.6. 2014 eröffnet wurde.

Ann Duk Hee Jordan, gebürtige Koreanerin und der aus Isreal stammenden Shira Wachsmann luden zum Gemeinschaftsmahl ein. Ein Tisch wurde auf die Senefelder Straße gestellt, und die Leute sind waren eingeladen, im öffentich Raum eine Intervention zu gestalten und gemeinsam zu essen.

 

Gemeinschaftsmahl, Idee von  Ann Duk Hee Jordan u. Shira Wachsmann,  (©AS)
Gemeinschaftsmahl, Idee von Ann Duk Hee Jordan (links; links)  u. Shira Wachsmann (links; rechts), (©AS)

Hier das gesamte Programm zum Herunterladen.
Vom 19.-26. Juni sollte sich doch ein Event finden, das ihr nicht verpassen möchtet.

Und hier drei Highlights:

Am Sa, 20.6. , ab 11 Uhr
gestaltet der französische Künstler Jean Paul Ganem in Zusammenarbeit mit der GRÜNEN LIGA Berlin eine Installation. Alle Interessierten sind aufgerufen, dabei zu sein, mitzuschaffen und auch Gegenstände wie Blätter, Steine, Holz mitzubringen.
Georgen-Parochial-Friedhof, Eingang Heinrich-Roller-Str. 18, Prenzlauer Berg

Auch am Sa, 20.6., 21 Uhr
Aktionskunst-Konzert „The Kimchi Session“ mit den Musikern der Berliner Philharmoniker
Wer sich für die Percussion mit koreanischem Kohl interessiert, findet sich ein:
NEUE HEIMAT, Revalerstr. 99, Friedrichshain
Preis: 5 Euro

Am Do, 25.6., 19 Uhr
Einen Kochkurs von und mit der bekannten Köchin Sabine Hueck und der bildenden Künstlerin Barbara Marcel lassen sich bestimmt noch einige Tricks lernen.
Atlier Culinário, Kyffhäuserstraße 21, Schöneberg
Preis: 79 Euro, Anmedlung: contact@sabinehueck.de

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