Sterbehilfe mit Augenzwinkern

Zelda hat Krebs. Plötzlich kriegt sie einen Anruf und zwar von Gott persönlich. Der rät ihr, die neue Krebsbehandlung doch noch anzugehen, denn im Himmel sei gerade kein Platz frei.

Mit dieser Art Humor und durchaus Fingerspitzengefühl nähert sich die Tragikkomödie „Am Ende ein Fest“ der Problematik Altern, Krankheit, selbstbestimmtes Sterben.

Die israelischen Filmemacher Sharon Maymon und Tal Granit treffen mit ihrem Film den Nerv der Zeit, denn gerade ist das Tabuthema Sterbehilfe doch in vielermanns Mund. In knapp einem Monat will der Deutsche Bundestag das Gesetz ebendazu beschließen. Einen interessanten Artikel dazu gibt es beim Tagesspiegel.

Jedenfalls ist es ein Gaudy, den befreundeten Senioren, die alle in der gleichen Altersresidenz abgestiegen sind, zuzuschauen. Im Mittelpunkt stehen Yehezkel, der für sein Leben gern tüftelt und seine Frau Levana, die von Alzheimer heimgesucht wird.  Die beiden sind eng mit Yana und Max befreundet, der im Krankenhaus dahin vegetiert und allmählich vom Krebs zerfressen wird. Yana kann sein Leiden nicht mit ansehen und möchte doch ein würdevolles Scheiden aus dem Leben für ihren Mann.

Da geschieht es gerade recht, dass ein ehemaliger Tierarzt mit ins Seniorenheim einzieht. Was die Alten dann gemeinsam aushecken, ist natürlich nicht ganz legal, aber voller Verve. Und auch in ihren Reihen gibt es kontroverse und leidenschaftliche Diskussionen um Sterbehilfe …

Das Ende der bittersüßen Komödie soll hier nicht verraten werden. Guckt Euch den liebevoll erzählten Film mit großartig echten Schauspielern einfach an!

Er läuft derzeit noch in recht vielen Kinos, von Kant über Passage bis FaF. Eine Übersicht findet man auf berlinonline.de

Hier könnt ihr schon mal den Trailer sehen:

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