Lucian Freud: Head and Shoulders of a Girl, 1990. Radierung, 78 x 63,5 cm © The Lucian Freud Archive/Bridgeman Images

Come closer

Der bedeutende britische Künstler Lucian Freud ist nicht nur auf dem Gebiet der Ölmalerei bewandert. Auch sein grafisches Werk beeindruckt. Dabei konzentriert er sich komplett auf sein Modell und lässt Sitz- und Liegeflächen einfach außer Acht. Freud schafft ein System aus feinen, langgezogenen und aufs Neue parallel gesetzte Linien, um Rundungen und Kurven zu kreieren. Mit breiten Linien sorgt er für entsprechende Größe, und plastische Körperlichkeit erreicht er mittels Kreuzschraffuren. Alles wird in Kupferplatten gekratzt, durch Säure vertieft und mit Tinte gefüllt auf Papier gedruckt. Die so entstandenen Arbeiten sind dann quasi kaum noch veränder- oder korrigierbar.

Dem Meister des lebendigen Porträts – egal, ob es sich dabei um Tiere, Pflanzen oder nackte Männer und Frauen handelt, wird hier gebührend Tribut gezollt. Unter dem Titel Lucian Freund: Closer sind bis Oktober 51 seiner Radierungen aus der UBS Art Collection zu begutachten. Und wer über den Nachnamen stolpern sollte – richtig! Der im Sommer 2011 verstorbene Maler hat auch etwas mit dem weltbannten Analytiker zu tun, er war nämlich sein Enkel. Töchter Rose und Bella Freud hingegen entwickelten ein Faible für das Auffällige und die punkige Mode einer Vivienne Westwood.

Eröffnung:
Freitag. 21.7., 19 Uhr
mit Redebeiträgen von Nick Pickard (Gesandter der Britischen Botschaft), Gereon Sievernich (Direktor des MGB) und Mary Rozell (Kuratorin der Ausstellung)

Laufzeit:
22. Juli bis  22. Oktober 2017
täglich von 10-19 Uhr, dienstags geschlossen

Adresse:
Martin-Gropius-Bau, Niederkrichnerstr. 7, Mitte
S/U Potsdamer Platz

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